Dressur

In der Dressur gab es bei den Munich Indoors Prüfungen auf höchstem Niveau. Hier ritten die Profis mit, die zum Teil schon bei Weltmeisterschaften und Olympia dabei waren.

Viereckkünstler: Anabel Balkenhol an der Spitze

Es war das Turnier von Anabel Balkenhol. Drei der vier Dressurprüfungen konnte sie für sich entscheiden. Sie hatte ihr Nachwuchspferd Heuberger TSF und ihren Routinier, den 16-jährigen Dablino FRH mit dabei, auf den im Dressurviereck mittlerweile immer Verlass ist.

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Anabel Balkenhol und ihr Erfolgspferd Dablino FRH. © M94.5/Elisabeth Pohl

Während ihrer Prüfungen war auch ein weiteres bekanntes Gesicht der Familie Balkenhol am Einlass des Vierecks zu sehen: ihr Trainer und Vater Klaus Balkenhol, der in seiner aktiven Zeit Mannschaftsolympiasieger und Vizeweltmeister in der Dressur war. Leise murmelte Klaus Balkenhol während Anabels Ritt Anweisungen vor sich hin – und lachte befreit auf, als Dablino seine Parade-Lektion, die fliegenden Galoppwechsel von Sprung zu Sprung, meisterte.

Überraschungssieg in der Kür

Nur in der Kür, der Verbindung aus Musik und Dressurlektionen, konnte Hendrik Lochthowe aus dem Landkreis Mühldorf am Inn seiner Kollegin mit einem Vorsprung von 0,025% den Sieg abluchsen. In einer anspruchsvollen Choreographie konnte er die Stärken des Hengstes Boston gelungen präsentieren.

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Kür-Sieger Hendrik Lochthowe und Boston. ©M94.5/Elisabeth Pohl

Dabei hatte sich Lochthowe vor dem Turnier nur vorgenommen, eine fehlerfreie Runde zu reiten und dann vielleicht unter die ersten Fünf zu kommen. Schließlich lief der Hengst im letzten Jahr bei den Munich Indoors zum ersten Mal in einer internationalen Prüfung.

Von Rio nach München

Auch die amtierende Olympia-Teamgold-Gewinnerin Dorothee Schneider kam mit ihrem Nachwuchspferd Fohlenhofs Rock’n Rose nach München. Für die Stute waren die Munich Indoors allerdings das erste größere Hallenturnier. Deshalb ließ sie sich vor allem am Freitag noch ziemlich von der Kulisse der Olympiahalle ablenken.

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Besonders fair zu den Kollegen und den Pferden: Dorothee Schneider. ©M94.5/Elisabeth Pohl

In den Prüfungen selbst hatte es für Dorothee Schneider immer nur für Platz zwei gereicht. Allerdings wurde der Dressurreiterin in München ein ganz besonderer Titel verliehen: Der „Champion of Honour“, eine Auszeichnung, die ihr nicht nur sportlichen Erfolg, sondern auch ein kollegiales Miteinander und Fairness dem Pferd gegenüber bescheinigt. Mit den Munich Indoors verbindet die Reiterin ein ganz besonderes Ereignis: Letztes Jahr konnte sie hier zum ersten Mal mit Showtime FRH die 80%-Marke knacken – und somit beweisen, dass das Pferd Olympiaqualitäten besitzt.

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