Frequenzverluste für afk max und afk M94.5

von Wolfgang Sabisch und Achim Kasch

Es ist sicher nachvollziehbar und verständlich, dass niemand bei afk M94.5 die Entscheidung des Medienrats der BLM bejubelt hat, die Lizenz für UKW Frequenz (94,5 MHz) ab September an die Rockantenne zu vergeben. Trotzdem hat sich das Senderteam schnell daran gemacht, die neu entstandene Situation zu begreifen, aber auch die Möglichkeiten, die sich dadurch neu ergeben, zu erfassen. Jetzt geht es darum, den Frequenzwechsel zum Spätsommer vorzubereiten.

Wenn die Zahlen stimmen, die in diesem Zusammenhang genannt werden, dann verliert afk M94.5 voraussichtlich rund drei Viertel seiner Hörer, weil die keine digitaltauglichen Empfangsgeräte zur Verfügung haben. Das gilt besonders für den Empfang des Sendesignals im Auto. Dennoch verbleibt immerhin noch ein Viertel unserer bisherigen Stamm- und Gelegenheitshörer, die uns auf DAB+ und über den Stream folgen. Und die sind für afk M94.5 Auftrag und Motivation genug, um auch weiterhin ein attraktives, lokales Programmangebot zu erarbeiten und zu präsentieren. Verbunden mit Programmaktionen und Gewinnspielen, bei denen wir das Thema „Digitalradio-Empfang“ intensiv positionieren, werden wir uns engagiert darum kümmern, den Markenkern von afk M94.5 zu bewahren. Auch zukünftig gilt für uns: wir wollen als Aus- und Fortbildungsradio junge Menschen auf professionelle Medienarbeit vorbereiten und dabei als aktuelles mediales Angebot mit großer lokaler Musikkompetenz fern des Mainstreams unser Publikum erreichen. Dabei wird uns sicher auch die Möglichkeit helfen, die der Medienrat in seinem Beschluss ebenfalls vorsieht: ein Fenster im Programm der Rockantenne, mit dem afk M94.5 auch weiterhin auf der ‚alten‘ Frequenz zu empfangen sein wird.

Und wer M94.5 kennt, der weiß: das ‚M‘ steht für vieles: München, Musik, Motivation, Mutige Medienmacher.

Auch afk max verliert zum 1. September seine Erlanger UKW-Frequenz

Auch in Nürnberg gibt es einen Frequenzverlust zu beklagen. Nach über 16 Jahren Erfolg geht die Erlanger Frequenz 106.2 MHz an egoFM. Das war zu erwarten und zu befürchten.

Kurze Historie: Nachdem die Uni Erlangen dem Nürnberger AFK-Verein beigetreten war, firmierte „max 91,0“ anno 2001 in „afk max“ um. Damit einher ging ein Umzug auf die Nürnberger Stützfrequenz 106.5 MHz, und gerade hinsichtlich der Uni Erlangen wurde die Frequenz 106.2 zugeteilt. Die Uni begann sogleich mit ihrer neuen Sendung „unimax“, damals noch vorproduziert, später dann zunehmend live aus unseren Studios. Heute firmiert sie unter dem Namen „funklust“ und sendet aus ihrem Außenstudio im Fraunhofer IIS jeden Montag und Dienstag von 18 bis 20 h auf afk max.

Programmleiter Achim Kasch befürchtete zunächst ein Ausscheren der Erlanger Uni aus dem AFK-Verbund, doch zum Glück konnte er sich in einem Telefonat mit Hrn. Bauernschmitt auf ein Verbleiben einigen. Trotzdem bedeutet der Entzug der Frequenz einen herben Verlust: Nicht nur bei den Erlanger Studenten, sondern auch bei vielen weiteren Hörern erfreute sich afk max einer deutlich messbaren Beliebtheit.

Selbstverständlich bedeutet dies auch einen Knick bei der Motivation unserer jungen MitarbeiterInnen aus dem Erlanger Sendegebiet, die dort nun bald nicht mehr im „richtigen Radio“ zu hören sein werden, sowie einen Verlust an Attraktivität.

Dennoch sind wir sehr froh, die Nürnberger UKW-Frequenz behalten zu dürfen und können die große Enttäuschung unserer Münchner KollegInnen von afk M94,5 über den Verlust ihrer UKW-Frequenz gut nachvollziehen.

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